Vorstellungen:

In dem Theaterstück „Sascha – Bis hierhin und nicht weiter“ geht es um einen sexuellen Übergriff an einem 10-jährigen Jungen.

Sascha wird von seinem Onkel Klaus in steigendem Maße körperlich bedrängt. Dabei geht der Onkel sehr planmäßig, in einer für Missbraucher typischen Weise vor. Er schafft zunächst ein vertrautes Verhältnis und verwickelt Sascha dann in ein Geflecht aus Geheimnissen und Lügen. Schließlich droht er Sascha mit dem Verlust seines geliebten Hundes, wenn diese Geheimnisse und Lügen ans Licht kommen sollten.
Trotzdem versucht Sascha sich auf seine Art mitzuteilen, wird von seinen Bezugspersonen aber zunächst nicht verstanden. Sascha wird einsam. In einem Gefühlschaos, von Unsicherheit, Scham und Schuldgefühlen geprägt, spitzt sich die bedrückende Situation für ihn zu. Doch schließlich werden sein verändertes Verhalten und seine versteckten Hilferufe so auffällig, dass seine Bezugspersonen hellhörig werden und Sascha geholfen wird.

Das Stück klärt die Kinder über die Strategie der pädosexuellen Täter auf. Die Kinder lernen, dass man schlechte Geheimnisse immer verraten darf. Sie erkennen sehr klar, dass der zunächst so liebe und witzige Onkel Klaus Sascha am Ende mit den Geheimnissen erpresst hat.Vor allem aber schafft das Stück eine sehr emotionale Verbindung zum Thema. Saschas Not wird von den Kindern verstanden. Die dichte Atmosphäre während der Vorstellung, die einhellige Empörung der Kinder über die Tat des Onkels und die daraus entstehenden vertrauten Gespräche vermitteln betroffenen Kindern, dass sie in ihrer Not verstanden werden und können so den Weg ebnen, sich anzuvertrauen.

Weitere Inhalte des Stückes sind:
– Meinen Gefühlen kann ich vertrauen.
– Ich kann Berührungen unterscheiden, meine Empfindungen dazu sind richtig.
– Ich darf mich wehren, wenn meine Grenzen überschritten werden.
– Ich kann mir Hilfe holen. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, kann ich es
immer wieder versuchen, bis mich einer versteht.

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